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Biographie und Vorstellung wurde als fünftes und das letzte Kind (der vierte Sohn) eines Ex-Waffen-SS-Soldaten und als "sowjetischer Bürger der deutschen Nationalität" - offizielle Formulierung von NKWD-KGB als der Grund für die Deportation während des Zweiten Weltkrieges von Deutschen in der UdSSR, welche man irrtümlich auch als Russlanddeutsche bezeichnet, - im Jahre 1951 unter der Kommandanturaufsicht in einer deutschen Sondersiedlung in der Nähe von Nowosibirsk in Sibirien geboren (dazu sein russisches Gedicht "Verlorene Generation" mit Bildern aus seinem Leben als pdf-Datei, die Erzählungen "Erinnerungen des Geburtstagskindes" und "Der Kleine" sowie sein Roman "Die Schließbarkeit des Kreises oder die zweihundertjährige Reise" - Teil I: "Der Zug fährt ab"). Im Jahre 1968 absolvierte mit silberner Medaille eine Realschule. Zwischen 1968 und 1975 studierte Physik an den Novosibirsker und Tomsker Staatlichen Universitäten. Im Jahre 1983 - nach der Aspirantur (1979-1982) - promovierte an Tomsker Universität zum Doktor rerum naturalium (Naturwissenschaft). Nach der Promotion war drei Mal (Juni-Oktober 1983, Oktober-Dezember 1984, Juli-Oktober 1985) arbeitslos. Lebenslang träumte von literarischer Tätigkeit und hatte dafür nie Zeit, schrieb aber immer wieder zwischendurch Gedichte (vor allem russische Gedichte, inzwischen aber auch deutsche Gedichte) und Erzählungen, die er nie zu veröffentlichen versuchte. In Jahren 1986-1990 nahm aktiv an Gorbatschows Perestrojka teil (Wahlen-nicht-Wahlen als pdf-Datei) und schrieb dabei politische Aufsätze, die - trotz seiner Versuche, sie zu veröffentlichen (Die Beichte eines kranken Menschen) - nie veröffentlicht wurden. Im Juni 1990 fuhr mit seiner Familie auf den Urlaub zu seinen Verwandten in die Bundesrepublik Deutschland, beantragte die Aufnahme als deutscher Spätaussiedler in die Bundesrepublik, erwarb sie auch trotz der am 1. Juli 1990 veränderten und ab nun die Aufnahme während des Urlaubs ausschließenden Gesetze und der zunächst erhaltenen Absage die Aufnahmegenehmigung und lebt seitdem als deutscher Staatsbürger in Deutschland (dazu das Roman "Die Schließbarkeit des Kreises oder die zweihundertjährige Reise" - Teil II: "Ihr und Wir" - pdf-Datei). Seine nach der Aussiedlung erste wissenschaftliche Veröffentlichung an einem internationalen Symposium im Jahre 1991 in Frankreich widmete er seinem neuen Heimatstadt Dinslaken im Ruhrgebiet. Im Jahre 1992 nahm an der Ausbildung zum Softwareentwickler bei Siemens-Nixdorf teil. In Jahren 1993-95 arbeitete als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU-Berlin. Im Jahre 1995 gründete mit seinem Partner - einem deutschen Unternehmer aus Hessen - eigene Hightech-Firma "1st Memory Alloys GmbH", die im Jahre 2004 offiziell aufgelost wurde. Während dieser Firmenjahren meldete zwei Patente und zwei Gebrauchsmuster an, veröffentlichte über zwanzig wissenschaftliche Artikel, beteiligte sich an zwei Doktorarbeiten und führte diese zu Promotion. Im Auftrag von verschiedenen deutschen Unternehmen führte mehrere Forschungsprojekte durch (dazu seine wissenschaftlichen Veröffentlichungen). Seit 2003 arbeitet an dem besagten zweiteiligen Roman "Die Schließbarkeit des Kreises oder die zweihundertjährige Reise". Im ersten Teil "Der Zug fährt ab" ist die zweihundertjährige Geschichte der Deutschen in Russland am Beispiel seiner eigenen Familie auf dem Hintergrund der Weltgeschichte geschildert und mit wissenschaftlicher Schärfe analysiert worden. Zum Schluss dieser Analyse wird deutlich, dass es die Weltgeschichte als ein abstraktes und den einzelnen Menschen übergeordnetes "Ding an sich" gar nicht gibt und nicht geben darf, dass die Weltgeschichte nichts anderes als die Geschichte von Millionen einzelnen und persönlichen Menschenschicksale ist. Im zweiten noch nicht vollendeten Teil "Ihr und Wir" dieses Romans wird das Leben in Deutschland in den letzten 20 Jahren mit frischem Auge eines ausländischen, jedoch deutschen Neuankomlings betrachtet, mit brüderlicher Liebe zu seinen deutschen Mitbürgern, aber objektiv und mit Humor geschildert und ebenfalls analysiert. Die Schilderung nimmt manchmal publizistische Charakterzüge, wenn die für ihn noch vor fünfzehn bis zehn Jahren offensichtlichen Analyseergebnisse heutzutage von Politikern ganz vorsichtig in den Mund genommen und als eine frische Entdeckung verkauft werden. In seiner Prosa und Publizistik bewegt er sich - je nach der getroffenen Situation - von sentimental-poetischen Gefühlen bis zu messerscharfen realistisch-analytischen Gedanken über das Schicksal Deutschen in der UdSSR und das Schicksal Deutschlands nach dem zweiten Weltkrieg oder über die Dinge, über die man nicht lacht und schon gar nicht lästert, sowie von einem vielleicht nicht immer gutmütigen Humor, wenn er über menschlichen, am besten an eigenem Beispiel gezeigten Schwächen lacht, bis zu kaltem Sarkasmus, wenn er über politische Experimente an Menschen sowie über die Blödheit und die Verlogenheit der Politik und der Geschichte der Menschheit an sich stolpert. Dabei klopft er keine Sprüche, wie es in den Bestsellern und in der Filmindustrie immer mehr zu einer Verfürungsmethode für Leser und Zuschauer gemacht wird, um den Anschein des humorigen Scharfsinns und der philosophischen Klugheit ohne jegliche inhaltliche Grundlage auf die Oberfläche zu bringen, sondern findet und schildert den scharfsinnigen und klugen Inhalt unter der Oberfläche des alltäglichen Menschenlebens. Genauso findet er die Poesie - deren Sprache und Melodie er voll gewandt ist - nicht oder nicht nur in einer poetischen, aber bezuglosen Satzbildung, wie es in der Prosa üblich ist und solche Prosa zu guter Literatur zählen lässt, sondern in der Gefühlsfülle mancher Situationen aus menschlichem Leben, auf die er dann seine sprachlich dargestellten, poetischen Bilder bezieht und eben die ihn dabei - wie beim Tod seines Vaters - zu dieser poetisch-philosophischen Sprache buchstäblich treiben. Ein Schriftsteller ist immer ein Denunziant, aber ein echter Schriftsteller ist so ein Denunziant, der nicht die anderen denunziert, sondern sich als "die anderen" versteht und sich in erster Linie denunziert. Und wenn er humorvoll über die Menschheit lacht, lacht er nicht schadensfreudig über die Schwächen und Dummheiten von anderen, sondern schmerzvoll und gutmütig wie Anton Tschechow über die menschlichen Schwächen und Dummheiten an sich. Ein Regisseuer übersetzt immer die literarische Sprache in seine Darstellungen, aber ein echter Regisseuer stellt wie Andrej Tarkowsky diese Sprache in stillen und vielsagenden Bildern und Szenen dar, und degradiert diese Sprache nicht zu laut klopfenden, aber nichts sagenden Sprüchen, welche die meisten Menschen nur verbloden und schnell unter ihnen "Kasse machen" lassen. Dies sind die Richtlinien, nach denen Viktor Eduard Prieb in seiner Kunst zu handeln versucht |
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